Geschichte – Die Gegenwart des Baggerladers

Daniel Åkerström ist einer der Ingenieure, die die Baggerlader von Huddig entwickeln. Er kam im Jahr 2000 zu Huddig und war seither an der Entwicklung vieler Maschinenmodelle beteiligt, darunter der neueste HUDDIG 1370 und der Vollhybrid-Baggerlader HUDDIG TIGON.

Heute arbeiten Daniel und das Team daran, die Modellpalette von Huddig weiterzuentwickeln. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf der ständigen Verbesserung der Leistung und Wirtschaftlichkeit der Maschinen und der Verfeinerung dessen, was die HUDDIG-Maschinen einzigartig macht – das Fahrgefühl und der Komfort des Fahrers.

“Meine 23 Jahre bei Huddig waren eine faszinierende Reise. Manchmal muss ich mich kneifen, wenn ich an die vielen Modelle denke, an denen ich mitgewirkt habe, nicht zuletzt an den ersten Vollhybrid-Baggerlader der Welt. In meinen Jahren bei Huddig ist viel passiert, und unsere gemeinsame Entwicklung ist fantastisch. Ich bin stolz darauf, wo wir heute stehen, mit dem TIGON und unserem neuesten Modell, dem HUDDIG 1370.”

Daniel Åkerström

Bereits 2012 begann die Reise von Huddig in die Zukunft. Ziel war es, an der Spitze des grünen Wandels in der Bauindustrie zu stehen und einen Beitrag zur Reduzierung von Emissionen zu leisten.

“HUDDIG-Maschinen werden häufig für den Bau von Infrastrukturen wie Stromleitungen, Glasfasernetzen und Versorgungsprojekten eingesetzt. Deshalb haben wir uns entschieden, eine Vollhybridmaschine zu entwickeln, die auch für den Aufbau der Ladeinfrastruktur eingesetzt werden kann, die für den bevorstehenden Wandel von zentraler Bedeutung ist.”

Als das erste Vorserienmodell des HUDDIG TIGON auf der schwedischen Maschinenmesse im Jahr 2015 vorgestellt wurde, erregte es große Aufmerksamkeit. Der TIGON wurde im Rahmen von Pilotversuchen weiterentwickelt, und das Unternehmen arbeitete ständig an der Verbesserung der Lösungen im Hinblick auf die vorherrschenden Bedingungen. Sechs Jahre später wurde die erste Kundenmaschine ausgeliefert.

“Wir haben immer einen sehr engen Kontakt zu unseren Kunden gehabt. Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, unseren Kunden zuzuhören und sie in unser Werk einzuladen. Für sie und ihre Unternehmen entwickeln wir unsere Maschinen. Durch den direkten Kontakt zwischen Konstrukteuren und Maschinenbedienern haben wir immer ein offenes Ohr für den Markt.”

Huddig 1370 Freileitung

Bei der Entwicklung des TIGON wurde parallel zum Nachfolger des Modells HUDDIG 1260 ein leistungsstärkerer Löffelstiel entwickelt. Das neue Modell HUDDIG 137O wurde so konzipiert, dass es auf dem Markt noch wettbewerbsfähiger ist, unter anderem mit einer größeren Hubhöhe und einem höheren Schwenkmoment.

“Anfang 2022 haben wir den HUDDIG 1370 auf den Markt gebracht, und das Feedback der Kunden war sehr positiv. Mit dem HUDDIG 1370 hebt man sowohl höher als auch schneller. Die Grabgeometrie ist ein völlig anderes Erlebnis als beim Vorgängermodell – dank des stärkeren und längeren Löffelstiels”

Mit dem HUDDIG 1370 wollte Huddig den Kunden auch zwei verschiedene Antriebsarten für jedes Modell anbieten: Hybrid oder Hydrostatik. Damit begann für Huddig eine neue Ära bei der Lieferung von Maschinen.

“Der Markt brauchte mehr Optionen für den Übergang zu fossilfreien Baumaschinen. Einige Kunden machen sofort den Schritt zum Hybridbetrieb, während andere sich mit Maschinen mit traditionellem Betrieb noch wohler fühlen. Die technologische Entwicklung schreitet im Einklang mit den neuen Umweltanforderungen weiter voran, wobei sich zum Beispiel die Dieselmotoren mit der Einführung der Stufe 5 deutlich verbessert haben.”

Unabhängige Tests ergaben beeindruckende Ergebnisse.

Ecoloop ist eine unabhängige schwedische Organisation, die daran arbeitet, die Kreislaufwirtschaft von morgen voranzutreiben. Während 14 Wochen im Jahr 2022 testete Ecoloop die Hybridmaschine HUDDIG 1260T von Huddig unter realen Bedingungen, um festzustellen, wie viel weniger Kraftstoffverbrauch und wie viel weniger Emissionen die Maschine im Vergleich zu herkömmlichen Baumaschinen produziert.

“Die Tests von Ecoloop zeigen die erheblichen Kraftstoffeinsparungen, die mit einer Hybridmaschine möglich sind. Die getestete Maschine HUDDIG 1260T hatte eine 33-kWh-Batterie, aber alle neuen Maschinenmodelle (HUDDIG 1370T) sind mit einer 44-kWh-Batterie ausgestattet, um eine noch bessere Effizienz zu erzielen. Die neue, leistungsstärkere Batterie und die Möglichkeit, die Batterie z. B. während der Nacht aufzuladen, um die maximale Kapazität zu erreichen, bieten einen zusätzlichen Vorteil. Durch die Optimierung des Ladeintervalls und der Fahrweise ist die tatsächliche Fahrzeit mit Strom länger, was zu weiteren Kraftstoffeinsparungen führt”, sagt Daniel.

Huddig 1370 in Deutschland

Huddigs Vision für die Zukunft ist es, in zehn Jahren führend im Bereich der Baumaschinen zu sein, insbesondere im Hinblick auf grüne Alternativen. “Ich glaube, dass der Übergang schneller vonstatten gehen wird, als wir denken, und wir stehen jetzt am Anfang der grünen Revolution. Bei unseren kontinuierlichen Verbesserungsbemühungen geht es immer darum, Produktivität, Effizienz, Rentabilität und Kundenzufriedenheit zu steigern. Ich freue mich darauf, die Entwicklung von Technologien fortzusetzen, die zur Entwicklung der Kunden und der Gesellschaft beitragen”, so Daniel abschließend.

 

author avatar
Florian Arens

Weitere Artikel