Dieser Beitrag ist die deutsche Übersetzung einer Pressemitteilung des Herstellers Huddig AB aus Hudiksvall (Schweden). Es handelt sich nicht um eine Meldung der econtech GmbH. econtech ist Händler und Servicepartner für HUDDIG Geräteträger in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Luxemburg. Zur Originalmeldung bei Huddig
Am 8. September 2026 hat Huddig die nächste Generation des HUDDIG TIGON vorgestellt. Mit größerer Batteriekapazität, mehr Ausrüstungsmöglichkeiten und einer neuen vernetzten Plattform wurde das Konzept in mehreren wichtigen Bereichen weiterentwickelt.
Die digitale Premiere im Video
Huddig hat die Vorstellung am 8. September als rund 20-minütige Online-Premiere aufgezeichnet. Das Video hat eine englische Tonspur. Nach dem Start werden deutsche Untertitel eingeblendet (Übersetzung: econtech, ohne Gewähr; im Vollbildmodus des Players nicht sichtbar). Weiter unten findest du zusätzlich eine deutsche Zusammenfassung der wichtigsten Aussagen aus dem Video.

HUDDIG 1370 TIGON G2: Digitale Premiere vom 8. September 2026 · 21:28 min · Englisch mit deutschen Untertiteln · Video: Huddig AB
Technik, die ganz Huddig weiterbringt
Wie bei früheren Technologiesprüngen in der Geschichte von Huddig entstehen durch die Arbeit an der Tigon Technology neues Wissen und innovative Lösungen. Die Erfahrungen fließen in die Weiterentwicklung der gesamten HUDDIG 1370 Plattform ein, sowohl bei den Hybridmaschinen als auch bei den hydrostatisch angetriebenen Modellen.
„Der HUDDIG TIGON G2 ist ein wichtiger Schritt in der weiteren Entwicklung von Huddig. Wir bauen Maschinen, die den hohen Anforderungen unserer Kunden an Leistung, Effizienz und Flexibilität gerecht werden. Gleichzeitig suchen wir ständig nach neuen Wegen, den Arbeitstag für alle zu verbessern, die in und um die Maschine arbeiten. In der neuen TIGON Generation verbinden wir unsere lange Erfahrung mit Geräteträgern mit fortlaufender Technikentwicklung und Elektrifizierung. Wir entwickeln auch weiter, wie wir unsere Maschinen künftig bauen.“
Håkan Bäckström, Geschäftsführer Huddig AB
Echte Maschinendaten treiben die Entwicklung
Der HUDDIG 1370 TIGON G2 baut auf den Erfahrungen mit der ersten in Serie gefertigten Generation auf. Vier Jahre Rückmeldungen von Kunden, gesammelte Maschinendaten und praktische Erfahrungen aus dem laufenden Betrieb haben Huddig eine wertvolle Grundlage geliefert.
Die bestehende HUDDIG TIGON Flotte besteht aus 41 Maschinen, die zusammen 96.306 Betriebsstunden geleistet haben. Die Maschinendaten zeigen, dass sie in 56,68 Prozent der Arbeitszeit elektrisch betrieben wurden und dabei schätzungsweise 531.621 Liter Diesel eingespart haben. Das entspricht rund 1.372 Tonnen CO₂.
„Mit fast 100.000 Stunden im realen Einsatz hatten wir eine sehr gute Grundlage für die Entwicklungsarbeit. Die größere Batterie ermöglicht es, noch mehr elektrisch zu arbeiten, und wir rechnen deshalb damit, diese Zahlen mit dem HUDDIG TIGON G2 weiter verbessern zu können.“
Daniel Åkerström, Konstrukteur bei Huddig
Größere Batterie, mehr Zeit im Elektrobetrieb
Eine der größten Neuerungen des HUDDIG 1370 TIGON G2 ist die neue Batterie. Die Kapazität wurde von 44 auf 61 kWh erhöht, ein Plus von fast 40 Prozent.
Die höhere Kapazität bedeutet nicht nur mehr verfügbare Energie. Die Maschine kann auch deutlich mehr von der Energie nutzen, die während der Fahrt zurückgewonnen wird, zum Beispiel beim Bremsen und bei Bergabfahrten.
Die Batterie arbeitet optimal im Bereich von etwa 20 bis 80 Prozent Ladezustand. Mit der höheren Kapazität steht in diesem Arbeitsbereich jetzt deutlich mehr nutzbare Energie zur Verfügung. Das Ergebnis: mehr Zeit im Elektrobetrieb, effizientere Energierückgewinnung und über die Zeit weniger Ladezyklen.
Mehr Möglichkeiten mit derselben Maschine
Der HUDDIG 1370 TIGON G2 lässt sich für noch mehr Arbeiten ausrüsten. Die neue Generation ist mit einem größeren Teil des Huddig Ausrüstungsprogramms kompatibel, unter anderem mit dem Kran im Lader (LCC), der neuen Funkfernsteuerung für die Maschine (RC), dem LIFT Typ II sowie dem LIFT 2200C, der ebenfalls mit RC und isoliertem Arbeitskorb (LWI) ausgestattet werden kann.
Damit wird die Maschine noch flexibler und für noch mehr Einsätze nutzbar, von klassischen Tiefbau- und Erdarbeiten über den Leitungsbau bis hin zu Arbeiten an der Bahn.
„Für den Unternehmer geht es darum, mit derselben Maschine mehr zu schaffen. Die Kombination aus längerem Elektrobetrieb und mehr Ausrüstungsmöglichkeiten macht den HUDDIG TIGON G2 noch vielseitiger und gibt mehr Freiheit, die Maschine an den Auftrag anzupassen. Der Elektrobetrieb kann zudem ein klarer Wettbewerbsvorteil bei Arbeiten sein, bei denen niedrige Emissionen und ein niedriger Geräuschpegel immer wichtiger werden.“
Daniel Myrgren, Marketing- und Vertriebsleiter bei Huddig
Vernetzt mit Huddig Echo
Der HUDDIG 1370 TIGON G2 ist außerdem für Huddig Echo vorbereitet, das Flottenmanagement-System von Huddig für Fahrer und Maschinenbesitzer.
In der neuen Web-App werden die Informationen zu den Maschinen an einem Ort gesammelt. Dort finden sich unter anderem Betriebsdaten, Maschinenstatus, Kraftstoffstand und eine Gesamtübersicht über die gesamte Maschinenflotte.
Das erleichtert es, die Maschinen zu verfolgen, den Arbeitstag zu planen und ein klareres Bild davon zu bekommen, wie sie genutzt werden. Später soll das System auch mehr Möglichkeiten bieten, direkt mit den Maschinen zu interagieren.
Vom 10. bis 12. September wird der HUDDIG 1370 TIGON G2 auf der Entreprenad Live in Knutstorp zum allerersten Mal live gezeigt. Huddig ist dort gemeinsam mit Staffare AB vertreten.
Das Video im Überblick: die wichtigsten Aussagen auf Deutsch
Für alle, die das Video nicht komplett ansehen möchten, hier die Kernaussagen der Premiere in Kurzform (Minutenangaben beziehen sich auf das Video).
- Rückblick (ab 3:14): 2012 fiel bei Huddig die Entscheidung, eine Hybridmaschine zu entwickeln. 2015 wurde das erste Konzept vorgestellt, 2019 entstanden die ersten Vorserienmaschinen, 2022 begann die Serienfertigung des TIGON Generation 1. Viele Komponenten mussten gemeinsam mit Zulieferern neu entwickelt werden, weil es sie am Markt nicht gab.
- Batterie (ab 4:53): Kapazität von 44 auf 61 kWh. Die größere Batterie kann mehr Ladeleistung und mehr Rekuperationsenergie aufnehmen, etwa bei Bergabfahrt. Der Elektroanteil im Eco-Modus steigt.
- Antrieb (ab 5:27): Radnabenmotoren mit Endantrieb an jedem Rad, einzeln regelbar in Drehzahl und Zugkraft. Das schont den Boden, verbessert die Traktion und den Energieverbrauch. Die Höchstgeschwindigkeit bleibt laut Huddig unverändert gegenüber Generation 1 (siehe Hinweis zu Zulassungen unten).
- Huddig Echo (ab 6:52): Web-App mit Betriebsdaten, Kraftstoffstand und Flottenübersicht für die eigenen Maschinen. Eine Interaktion mit der Maschine ist noch nicht möglich, eine mobilfreundlichere Version mit weiteren Funktionen ist für nächstes Jahr geplant. Zunächst nur für TIGON, später auch für Dieselmaschinen des HUDDIG 1370.
- Funkfernsteuerung (ab 8:38): Neue Steuerung mit Display, vier frei belegbaren Funktionstasten und Anzeige von Drehzahl und Kraftstoffstand. Über einen Drehschalter lassen sich Lader, Baggereinheit und Arbeitsbühne mit ein und demselben Handsender bedienen. Die Steuerung kann auch bei allen bisherigen TIGON G1 nachgerüstet werden und ist neu für den HUDDIG 1370.
- Kabine (ab 11:19): Neues Display mit höherer Auflösung, besserem Kontrast, schmalerem Rahmen und schnellerer Reaktion. Sehr leiser Betrieb im Elektromodus.
- Kühlung (ab 13:21): Die neue Batterie wiegt rund 100 kg mehr und braucht mehr Kühlung: aktualisiertes Wärmetauscherpaket, Kompressor mit doppelter Leistung, Kondensator mit 50 Prozent mehr Kapazität. Vorteil: schnelleres Laden, mehr Leistung aus der Batterie, kürzere Abkühlzeiten bei Hitze. Bei Überlast hat die Batterie Vorrang vor der Kabinenkühlung.
- Diesel oder Hybrid (ab 15:58): Empfehlung von Huddig: Wer nicht den HUDDIG 1370T kauft, aber möglichst nah an der Zukunft sein möchte, greift zum HUDDIG 1370.
- Projekt (ab 16:45): Projektleiterin Erika über die knappe Zeit, das Engagement des gesamten Teams und den Stolz auf eine in Schweden entwickelte Maschine mit europäischen Komponenten.
- Zahlen aus dem Betrieb (ab 19:05): Über 40 Maschinen und mehr als 100.000 Stunden: im Schnitt 56,68 Prozent Elektrobetrieb, auch ohne konsequentes Nachtladen, weil die Maschine sich beim Arbeiten selbst lädt. Einzelne Bahnkunden erreichen 82 bis 89 Prozent. Verbrauch der Generation 1: 4,22 Liter pro Stunde, gegenüber 8 bis 12 Litern bei einer hydrostatischen Maschine. Für die Generation 2 erwartet Huddig noch bessere Werte, gesicherte Statistiken liegen aber noch nicht vor.
- Ausblick (ab 20:31): Live auf der Entreprenad Live in Knutstorp am Stand von Staffare, mit Probefahrt und Funkfernsteuerung. Wer die Maschine ausführlich testen möchte, kann über Huddig einen Tag im Werk in Hudiksvall vereinbaren.
Was das für Kunden in Deutschland, Österreich und der Schweiz bedeutet
Einordnung von econtech: Der TIGON G2 ist für uns die spannendste Neuerung bei Huddig seit Jahren. Mehr Batteriekapazität heißt im Netzbau vor allem mehr Stunden leiser und emissionsfreier Arbeit, zum Beispiel in Wohngebieten, an der Bahn oder in Tunneln. Die neue Funkfernsteuerung und die Kompatibilität mit LIFT 2200C und isoliertem Korb sind für Freileitungs- und Mittelspannungsarbeiten interessant. Wir werden die technischen Daten des TIGON G2 auf unserer HUDDIG Seite ergänzen, sobald Huddig sie für den Export freigibt.
Wenn du den TIGON G2 kennenlernen möchtest, unterstützen wir dich bei einem Werksbesuch in Schweden oder organisieren eine Vorführung, sobald eine Maschine für den deutschsprachigen Markt verfügbar ist. Fragen zu HUDDIG Maschinen, Ausrüstung oder Service beantwortet das Team von econtech in Löffingen: Kontakt aufnehmen oder direkt zur HUDDIG Übersicht.
Alle technischen Angaben, Verbrauchs- und Einsparwerte in diesem Beitrag stammen vom Hersteller Huddig AB und beziehen sich auf die Ausführung und die Zulassung in Schweden. Für Deutschland, Österreich und die Schweiz können Ausstattung, Zulassungsvoraussetzungen und zulässige Höchstgeschwindigkeit abweichen (HUDDIG ist in Deutschland mit 40 km/h zugelassen). Die für dein Land gültigen Daten stimmen wir mit dir im Rahmen der Angebotsphase ab. Angaben ohne Gewähr.
Quelle, Bilder und Video: Huddig AB, Pressemitteilung vom 9. September 2026. Übersetzung und Einordnung: econtech GmbH. Presseanfragen zum Hersteller: Daniel Myrgren, Huddig AB, daniel.myrgren@huddig.se.