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Interview mit Josef Glöckl-Frohnholzer, Geschäftsführer der Ortenau Breitband GmbH

Breitbandausbau im Ortenaukreis

Josef Glöckl-Frohnholer, Geschäftsführer Ortenau Breitband GmbH

Der Ortenaukreis, flächenmäßig der größte Landkreis in Baden-Württemberg, wird von zahlreichen Tälern durchzogen. Darunter die Flusstäler Schutter, Kinzig, Rench und Acher. Er erstreckt sich im Rheintal von Rastatt bis Emmendingen und im Westen bildet der Rhein die Grenze zu Frankreich. Das Besondere am Ortenaukreis sind die 23 Naturschutzgebiete und die stark ländliche Ausprägung, in der der Obst- und Weinbau und vor allem die Forstwirtschaft herausragen.


Und für die Freunde und Fans von Vergnügungsparks ist der Europa-Park in der Gemeinde Rust zu erwähnen. Die Breitbandaktivitäten starteten im Ortenaukreis bereits 2015 mit Beschluss im Kreistag. Und 2017 erfolgte die Gründung der Breitband Ortenau Verwaltungs-GmbH & Co.KG, in der Herr Josef Glöckl-Frohnholzer heute die Geschäftsführung inne hat.


Mit den ersten Projekten des Breitbandausbaus hatte die econtech GmbH den Auftrag, in der ersten Ausbauphase in der Gemeinde Oppenau-Ramsbach die Leerrohrverlegungen vorzunehmen. Für rund 135 Gebäude, sowohl für Betriebe als auch Privatanwohner, sollen die Leitungen gelegt werden.


Wir hatten die Gelegenheit Herrn Glöckl-Frohnholzer ein paar Fragen zu stellen und Antworten und Einsichten zur Situation Breitbandentwicklung im Ortenaukreis zu erhalten.


Welche Bedeutung hat der Breitbandausbau für die Gemeinden und Bewohner im Ortenaukreis?

Herr Glöckl-Frohnholzer:

„Gerade im Renchtal mit der Streusiedlung ist ein schnelles Internet essentiell. Mit der Bewilligung der ersten Fördermittel können wir so jetzt beginnen und die Projekte mit dem Glasfaser starten. Wir möchten uns um die unterversorgten Gebiete in den Kommunen kümmern und Gewerbe- und Wohngebiete erschließen. Die Anwohner zeigen sich zufrieden, da durch die gestarteten Baumaßnahmen jetzt ersichtlich ist, dass es in der Breitbandentwicklung im Ortenaukreis eine Perspektive gibt.“


Was sind für Sie die nächstliegenden Prioritäten und vorrangigen Zielstellungen ?

Herr Glöckl-Frohnholzer:

„Für mich ist der Glasfaserausbau alternativlos. Entsprechend den Förderrichtlinien werden wir Haushalte anschließen, die unter der 30 M/Bit/S-Grenze liegen. Und wir streben ein überörtliches Glasfasernetz mit dem Ausbau der Ortsnetze an. Aktuell haben wir in 11 Kommunen mit 25 Bundes Förderprojekten gestartet.

Förderfähig sind dabei Glasfaseranschlüsse, die bis zum Gebäude reichen (FTTB). Nach Oppenau, wo die Fördermittel bereits bewilligt wurden, erwarten wir jetzt für weitere Kommunen die Förderzusagen.

Und dann wollen wir die weitere Planung auf die Reihe bekommen und die weiteren Projekte einspielen. Da geht es vorrangig um die Planung für 2021/2022 – mit der Genehmigung der weiteren Fördermittel und dann bis 2025 mit der Planung für die weiteren Kommunen. Der Netzbetreiber wurde über eine Ausschreibung festgelegt. Hier hat Vodafone den Auftrag erhalten. Damit haben wir wieder einen weiteren Schritt bei der Glasfaserinfrastruktur erreicht. Im Moment planen wir gerade die Ausschreibung und die Entscheidung für den Netzplaner, mit dem wir die Planung, den Ausbau und die Arbeitsleistungen gemeinsam aufsetzen möchten.“


Was gibt es bei der Umsetzung zu beachten und wie funktioniert die Zusammenarbeit der Beteiligten von den Gemeinden, der Breitband Verwaltungs-GmbH, den Gremien der Förderbewilligungen bis hin zu den mit Arbeitsleistung beauftragten Firmen?

Herr Glöckl-Frohnholzer:

„Die Breitband Ortenau Verwaltungs-GmbH ist eine öffentliche Behörde und muss so die einzelnen Projekte abschnittsweise ausschreiben und beauftragen. Da zudem jede Baumaßnahme ihren individuellen Charakter hat, sind die Fördermittel auf die Projekte bezogen zu beantragen. Die Zusammenarbeit mit den Gemeinden funktioniert über die Ortsvorsteher sehr gut. Ich denke, hier haben wir einen Weg gefunden, in der die in der Breitband Verwaltungs-GmbH eingebunden Kommunen über eine gute Kommunikation verfügen und die Projektplanungen transparent sind. Bei den Arbeitsleistungen möchten wir von einem „Projekt-Flickwerk“ wegkommen und die Bauleitung in eigene Hände nehmen, damit wir eine Standardisierung erreichen. So schreiben wir jetzt die Netzplanung und den Netzbau aus, weil wir hier gemeinsam dann die nächste Planung aufsetzen. Das bedeutet, dass wir nach den jetzigen Bauprojekten, wie im Renchtal bei Oppenau mit den Leerrohrverlegungen, jetzt erst mal die Infrastruktur planen und damit auch mit anstreben, dass die Belastungen durch die Verlegemaßnahmen für die gewerblichen Firmen als auch für die Anwohner reduziert und erträglich gemacht werden. Die Aufträge wollen wir an regionale Firmen vergeben.“


Ein Wort von Ihnen noch zu den in Ramsbach erfolgten Rohrverlegearbeiten durch die econtech GmbH. Sie hatten sich ja vor Ort ein Bild von den Arbeitsleistungen machen können.

Herr Glöckl-Frohnholzer:

Ich habe mir in den letzten Tagen mit Ortsvorsteher Hubert Treyer die Bauarbeiten in Ramsbach angesehen. Die Leerrohrverlegung im Ortsteil war zufriedenstellend. Es war erfreulich zu sehen, dass die Arbeiten zügig vorangingen und gewissenhaft ausgeführt wurden. Auch Herr Treyer hat sich positiv geäußert und einen guten Eindruck von den econtech Arbeiten übermittelt. Wir würden uns freuen, wenn die econtech GmbH sich auch bei den weiteren Ausschreibungen wieder einbringt.“



GF Josef Glöckl-Frohnholzer und Ortsvorsteher Hubert Treyer bei der Baustellenbesichtigung

Für das Gespräch mit Herrn Josef Glöckl-Frohnholzer bedanken wir uns recht herzlich.

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