bauma 2010-Presseinformation von econtech GmbH,
(Importeur von Huddig AB, Schweden)
Allround-Maschinen aus Schweden zeigten auf dem Freigelände der bauma erstaunliche Vielseitigkeit:
Genie mit Magie
In Skandinavien ist der Name bereits legendär, in Schweden kennt ihn jeder, dort gibt es sogar Fanclubs und ein Forum für den Erfahrungsaustausch: Die Huddig-Universalmaschinen sind etwas Besonderes. Wer sie einmal kennenlernte oder mit ihnen längere Zeit arbeitete, wird anscheinend in ihren Bann gezogen. Technik, Kraft und Qualität der schwedischen Allround-Maschinen sollen, sofern man überzeugten Huddig-Besitzern glaubt, eine fast magische Anziehungskraft ausüben.
Worin ist die „Magie“ der schwedischen Huddigs begründet? Auf den ersten Blick fallen die vielen Anbaumöglichkeiten für Werkzeuge aller Art auf: Dank Fronthubarm und Baggerausleger am Heck, beide mit Schnellwechslern, und optionaler Hubbühne am Teleskoparm kann ein Huddig unterschiedlichste Arbeiten schnell und effektiv ausführen.
Nicht ersichtlich sind auf den ersten Blick die Geländetüchtigkeit und die Fahr- und Arbeitsmöglichkeiten sowohl bei Vor- als auch Rückwärtsfahrt. Und erst beim täglichen Einsatz zeigen sich die schwedische Wertarbeit und das nach skandinavischem Denken bis ins letzte Detail gestaltete Gesamtkonzept der Maschinen. Nach wie vor wird jeder Huddig individuell nach Kundenwünschen gefertigt.
Nicht gerade alltäglich war auch das, was Huddig auf dem Freigelände der bauma dem staunenden Publikum demonstrierte: Mit einem scharfen Messer am Heckausleger, millimetergenau beweglich dank Präzisionshydraulik und Rototilt, wurde Wurst geschnitten. Ein Spezialgreifer hob zudem Bierflaschen und öffnete die Kronenkorken an einem Flaschenöffner. Um beste Sicht zu haben, stand der Fahrer direkt neben dem „Küchentisch“ und bediente den Huddig mittels der optional erhältlichen Funkfernsteuerung.
Rückwärts arbeitende „3-Wege-Maschine“
Der kraftvollste und derzeit beliebteste Huddig in Skandinavien ist der je nach Ausstattung etwa 13 t wiegende 1260B mit einer Zwei-Richtungs-Fahrfunktion, die ihn von jeder anderen Baumaschine unterscheidet. Ein Zwei-Richtungs-Fahrzeug kann mit jedem seiner beiden Enden vorwärts fahren und, den Huddig betreffend, auch arbeiten. Eigentlich gibt es derartige Fahrzeuge sonst nur im Schienenverkehr, denn Zwei-Richtungs-Straßenfahrzeuge sind nahezu unbekannt.
Beim Huddig 1260B funktioniert der Wandel zum Zwei-Richtungs-Fahrzeug so: Wenn der Fahrersitz um 180° nach hinten geschwenkt wird, lenkt der Fahrer nicht mehr mit dem Lenkrad, sondern mit einem Joystick. Ebenso wird die Fahrgeschwindigkeit automatisch auf 20 km/h begrenzt. Durch diese auf dem Markt einmalige Rückfahrfunktion ergeben sich etliche weitere Einsatzbereiche, beispielsweise das Arbeiten mit Mähwerk, Schneefräse oder Anbau-Grader, auch seitenversetzt am Heckausleger für das Arbeiten neben der Fahrspur.
Interessant sind die Einsatzperspektiven des Huddig 1260B auch auf Schienen: Econtech-Geschäftsführer Horst Ripke prägte eigens dafür den neuen deutschen Begriff „3-Wege-Maschine“, um die Vielseitigkeit der schwedischen Universalgenies zutreffend beschreiben zu können. Denn alle bekannten 2-Wege-Bagger und –Fahrzeuge sind entweder nicht so geländegängig wie der Huddig oder fahren auf der Straße nicht so schnell oder benötigen für den Transport sogar einen Tieflader. Der 1260B ist in Deutschland für den Straßenverkehr zugelassen und erfüllt sämtliche gültigen Anforderungen.
Insofern ist der Huddig 1260B tatsächlich eine 3-Wege-Maschine. Er bewegt sich im schweren Gelände ebenso souverän wie im fließenden Straßenverkehr, und bei Bedarf kann er mit dem optionalen Gleisfahrwerk jederzeit und überall (!) auf- und wieder abgleisen. Maßgebliche Voraussetzungen dafür sind der geteilte Rahmen mit Knicklenkung und Pendelgelenk sowie der stufenlos regelbare hydrostatische Allradantrieb.
Mit anderen Worten: Nicht nur die äußerst breite Palette der verfügbaren Anbaugeräte und Werkzeuge, sondern allein schon das Huddig-Fahrwerk gewährleistet eine schier unbegrenzte Einsatzvielfalt und damit in allen Jahreszeiten einen hohen Auslastungsgrad. Für besondere Einsätze lässt sich das Fahrwerk sogar weiter modifizieren.
Keine Hindernisse für „Muddy Mary“
Werden geringer Bodendruck, hoher Vortrieb im extremen Gelände oder auch nur minimale Spurbildung gefordert, rückt „Muddy Mary“ an. So wird die Raupenversion des Huddig 1260B bezeichnet. Die vier 64 cm breiten Raupenfahrwerke haben jeweils 1,46 m Auflagelänge und erzeugen so mit 37.376 cm² Gesamtauflagefläche einen sehr geringen Bodendruck.
Das veranschaulicht ein Vergleich: Der Bodendruck der 15 t wiegenden „Muddy Mary“ ist dank der vier Raupen nur so groß wie der einer 3,7-t-Maschine auf Rädern. Ermöglicht wird dies durch die Knicklenkung, denn hätte der Huddig 1260B eine herkömmliche Achsschenkellenkung, wäre für die Raupenfahrwerke bei Lenkbewegungen seitlich nicht ausreichend Raum vorhanden.
Wie der 1260B wird auch „Muddy Mary“ von einem Cummins-Motor und einem ZF-Hydrostatikgetriebe angetrieben. Aufgrund der stufenlos variablen Regelung des hydrostatischen Antriebes lassen sich sowohl Geschwindigkeit als auch Drehmoment und damit Vortriebskraft den momentanen Einsatzbedingungen jederzeit optimal anpassen. Für präzise oder besondere Arbeiten ist beim 1260B und bei „Muddy Mary“ auch fein regelbare Kriechgeschwindigkeit frei wählbar.
Übrigens bietet kein anderer Radlader oder Bagger, aber auch kein anderes Vielzweckfahrzeug eine solche Raupenvariante. Durch die vier einzeln angetriebenen, pendelnd aufgehängten Raupenfahrwerke kann „Muddy Mary“ steilste Hänge befahren und schwerstes, für andere Maschinen kaum zugängliches Gelände befahren.
ACHTUNG-Anmerkung: Der folgende Abschnitt eignet sich als separater, unterlegter Infokasten:
Weder Pausen noch Ruhephasen
Im weiten, bevölkerungsarmen Skandinavien werden die Huddigs für alle erdenklichen Aufgaben genutzt und erzielen so hohe Auslastung. Die Maschinen werden dort gerne als Alternative zu den bekannten Baumaschinenarten wie Bagger oder Radlader eingesetzt und übernehmen auch viele Aufgaben, die in Deutschland Traktoren oder Mehrzweck-Lkw wie dem Unimog vorbehalten sind.
Neben typischen Arbeiten im Hoch-, Tief- und Straßenbau, beim Abbruch oder bei Instandhaltung und Wartung werden die Huddigs bevorzugt bei Bau und Service von Eisenbahninfrastruktur, dem Stromleitungsbau und der Kabelverlegung verwendet. Hinzu kommen dank des Hubkorbes diverse Reparatur- und Wartungsarbeiten sowie Brückeninspektionen. Häufig sieht man Huddigs zudem bei Mäh- und Rodungsarbeiten, beim Schneeräumen auf Straße und Schiene oder auch in der Forstwirtschaft.
Auf dem deutschen Markt sind sämtliche Huddig-Modelle vom Generalimporteur econtech GmbH aus Stuttgart erhältlich. Das beinhaltet auch umfassende Beratungen über die möglichen Einsatzperspektiven und optimale Ausrüstungen. Als neues Geschäftsmodell soll sogar der Start in die Selbständigkeit mit einem Huddig als patenten Partner eines „1-Mann-Maschinen-Teams“ attraktiv sein.
ACHTUNG-Anmerkung: Ende des Abschnittes, der sich als separater, unterlegter Infokasten eignet.
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Bildnachweis: econtech GmbH, Stuttgart
Florian Borst
Geschäftsführer
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